Alisa M. Hecke (*1991 in Berlin) ist als Theatermacherin und Organisatorin interdisziplinärer Projekte zwischen Darstellender und Bildender Kunst tätig. Sie studierte Theaterwissenschaft in Leipzig und Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen sowie Kuratieren in den Szenischen Künsten in Salzburg und München.
Neben künstlerischen Mitarbeiten im Bereich Performance, Choreographie, Sprech-/Musiktheater, u.a. bei Ivana Müller, Monster Truck, Nico and the Navigators, Robert Wilson und dem Rundfunkchor Berlin, produziert sie seit 2013 eigene Arbeiten. Dabei forscht sie szenisch an Raum- und Naturphänomenen und der Repräsentation von Körpern in theatralen wie musealen Kontexten, ihrer Wahrnehmung und Zuschreibung von Lebendigkeit und Materialität.
Ihre Performance „FLIMMERSKOTOM” (2015, gemeinsam mit Gregor Glogowksi und Benjamin Hoesch) wurde auf dem World Stage Design-Festival, dem Körber Studio Junge Regie, Radikal Jung und Tonlagen-Festival gezeigt. 2018 hatten sie eine Lehrtätigkeit an der HKU Utrecht für das Szenische Projekt „Dis/Orientation” inne.
Daneben ist Alisa als Mitinitiatorin des Kunstraums Westpol A.I.R. Space und der Plattform für Feedback zeitgenössischer Performance Praktiken „you are warmly invited” (2020, gemeinsam mit Angelika Waniek) in Leipzig tätig.
Mit dem Regisseur und Medienkünstler Julian Rauter realisiert sie interdisziplinäre Performances und Installationen, die in Theatern und Ausstellungskontexten gezeigt werden, zuletzt „Portrait of a Ghost” (2019, gemeinsam mit Cornelia Friederike Müller) im Festspielhaus Hellerau.

2020 führen Hecke/Rauter das mehrdimensionale Kunstprojekt zur Taxidermie „The Big Sleep” durch, das von der Kulturstiftung des Bundes gefördert wird. Es basiert auf einer Langzeitrecherche ("Erinnerungen für Morgen", 2016-2019) zum Paradigmenwechsel naturkundlicher Sammlungen im Zuge globaler ökologischer Veränderungen. Die dokumentierten und künstlerisch aufgegriffenen Bekenntnisse von interviewten Tierpräparator*innen geben Aufschluss über den menschlichen Wunsch nach Erhalt – und ihre Strategien der Konservierung – natürlicher Diversität und ästhetischer Vielfalt.